Kongressprogramm

Freitag 5. Mai 2017

  • 09.00 – 09.10

    Begrüssung und Kurzinfos

  • 09.10 – 09.25

    Grusswort

    Dr. med. Rolf Ineichen, Direktor PZM
  • 09.30 – 10.15

    Prof. Dr. med. Thomas Reisch

    Suizid und Suizidprävention mit besonderer Berücksichtigung der systemischen Aspekte

    Suizid ist die häufigste Todesursache im Fach Psychiatrie. Unabhängig, ob ein Therapeut im stationären oder im ambulanten Rahmen arbeitet, ist die Selbsttötung eines Patienten das wohl belastendste Ereignis für unsere Berufsgruppen. Angehörige stellen die grösste Ressource von Patienten dar, nicht selten sind sie aber umgekehrt auch der eigentliche Grund für Suizidgedanken. Suizid steht in den allermeisten Fällen in Zusammenhang von Störungen in interpersonellen Beziehungen. Egal wie gut wir als Therapeuten arbeiten, ein Suizid lässt sich nicht sicher verhindern. Aber verschiedene Massnahmen können helfen, die Anzahl bzw. die Wahrscheinlichkeit eines Suizides zu verhindern. Im Referat werden die Hintergründe ein psychologisches und ein Handlungsmodell des Suizidversuches vorgestellt, um ein besseres Verständnis von selbstzerstörerischen Handlungen zu gewinnen. Hieraus werden Massnahmen zur Suizidprävention im Einzelsetting, aber auch unter Einbezug von Angehörigen, abgeleitet und dargestellt. Im Workshop werden verschiedene Interventionen, welche in der Behandlung der Suizidalität zur Anwendung kommen, vorgestellt.

  • 10.15 – 11.00

    Prof. Dr. rer. soc. Jochen Schweitzer-Rothers

    SYMPAthische Psychiatrie - Ent-Störung als Gemeinschaftsleistung

    Aufbauend auf vielen einzelnen systemtherapeutischen Innovationen bietet das Helm Stierlin Institut in Heidelberg seit 2003 Inhouse-Weiterbildungen über „systemisch-familienorientierte Methoden psychiatrischer Akutbehandlung“  (SYMPA) an. SYMPA besteht also aus einem idealtypischen systemtherapeutischen Behandlungsablauf und einem berufs- und hierarchiegruppenübergreifenden Weiterbildungskonzept für komplette psychiatrische Abteilungen oder Stationen, inzwischen auch für regionale psychiatrische Verbünde. SYMPA Weiterbildungen werden im Jahr 2017 an sechs Klinikstandorten abgeschlossen sein und an vier Klinikstandorten aktuell laufen. Im Vortrag werde ich nach einem historischen Überblick über die Geschichte systemischer Psychiatrie-Experimente die Entwicklung, das klinische Programm und das Weiterbildungsdesign von SYMPA schildern sowie über einzelne Forschungen zur Einführung von SYMPA berichten. SYMPA in seiner jetzigen Form ist ein „Top-Down“, kein „Bottom-Up“-Projekt, dessen Gelingen daher an einige notwendige Bedingungen gebunden ist, über deren Gelingen oder Scheitern  ich ebenfalls sprechen will.

  • 11.00 – 11.30

    Pause

  • 11.30 – 12.15

    Dr. rer. nat. Ulrike Borst

    Was Partnerschaft und psychische Krisen miteinander zu tun haben

    Was wissen wir über den Zusammenhang von psychischer Störung und Paarbeziehung? Im Einzelfall, bei jedem einzelnen Paar, finden wir in der Regel ein höchst zirkuläres und transaktionales Geschehen vor. Im Vortrag wird aber zunächst allgemein dargestellt, welche Ursache- / Wirkungs-Zusammenhänge sich in Forschungsergebnissen zeigen: wie die Qualität der Paarbeziehung auf das Befinden wirkt, welche Auswirkungen Persönlichkeit und psychische Störungen eines Partners auf die Paarbeziehung haben, dass Paartherapie positive Wirkungen bei psychischen Störungen eines Partners hat, was Stresserleben und Problemlösekompetenz mit der Qualität der Partnerschaft zu tun haben.

  • 12.15 – 12.45

    Podiumsdiskussion

    Leitung lic. phil. Martin Rufer, ZSB Bern
  • 12.45 – 14.00

    Lunch im PZM

  • 14.00 – 15.30

    Workshopblock I

    Workshop 1

    Prof. Dr. med. Thomas Reisch

    Suizid und Suizidprävention mit besonderer Berücksichtigung der systemischen Aspekte

     

    Workshop 2

    Prof. Dr. rer. soc. Jochen Schweitzer-Rothers

    SYMPA als Weiterbildungskonzept für psychiatrische Kliniken und deren regionale Kooperationspartner

     

    Workshop 3

    fällt aus

     

    Workshop 4

    Lic. phil. Elena Rima Vidal, Yvonne Stadler

    Bewältigung von schwierigen/herausfordernden Situationen mit Angehörigen

     

    Workshop 5

    Dr. med. Jürg Liechti

    "Mit vereinten Kräften" ja - Aber mit welchem Ziel?

     

    Workshop 6

    fällt aus

     

    Mehr dazu

  • 15.30 – 16.00

    Pause

  • 16.00 – 17.30

    Workshopblock II

    Workshop 7

    Dr. rer. nat. Ulrike Borst

    Psychische Krise und Partnerschaft - Differentielle Indikation paartherapeutischer Methoden

     

    Workshop 8

    Dr.med. Bernadette Stucky-Perren, med. pract. Josette Huber, Claudia Adams

    Mutterseelenallein? - Die Behandlung einer postpartalen Depression im systemischen Kontext.

     

    Workshop 9

    Lic. phil. Martin Rufer

    "Wenn es uns braucht, kommen wir" Über Sinn und Unsinn von Angehörigen in der Psychotherapie

     

    Workshop 10

    med. pract. Oliver Grehl

    Systemische Therapie bei Alkoholproblemen

     

    Workshop 11

    fällt aus

     

    Workshop 12

    Lic. phil. Isabell Schumann

    Einführung in die Acceptance und Committment Therapy (ACT)

     

    Mehr dazu

  • ab 18:00

    Apéro riche im PZM

    Gelegenheit, sich in entspannter Athmosphäre bei einem reichhaltigen Apéro riche zu unterhalten und auszutauschen.

     

    Dieser Anlass ist in den Kongressgebühren inbegriffen.

Anmeldung zum Kongress

 

Teilnehmerzahl beschränkt

Samstag 6. Mai 2017

  • 09:00 - 09:10

    Begrüssung und Kurzinfos

  • 09.15 – 10.00

    Dr. med. Jürg Liechti

    Problemsysteme als Ressource

    Es gibt viele gute Gründe, um im Rahmen einer psychiatrischen Therapie die Angehörigen in die Hilfeleistungen einzubeziehen (Paar- und Familientherapie, rehabilitativer Angehörigeneinbezug, Fremdanamnese, Psychoedukation von Angehörigen, Familienmedizin usf.). In der ambulanten Praxis hat sich die Orientierung am Konzept des „problemdeterminierten Systems“ (kurz: Problemsystem) bewährt. Dabei arbeitet sich die Fachperson im Auftrag der/des Hilfesuchenden in jenes einzigartige, nie vorher dagewesene Sozialsystem vor, das durch den Sachverhalt eines Leids (klinisch beispielsweise als psychotische, depressive oder Essstörung bezeichnet) bzw. durch die darüber etablierte Interaktion und Kommunikation zusammengehalten wird. Der therapeutische Zugang zum Problemsystem impliziert eine multilateral anschlussfähige Kommunikation im Mehrpersonen-Setting (Systemkompetenz) mit dem primären Ziel der Herstellung eines epistemischen Vertrauens (Sicherheitsbasis). Insofern betont und expliziert das Referat den Einbezug von bindungstheoretischem Denken in die Praxis der systemischen Therapie.

  • 10.00 – 10.45

    Dr. med. Gerhard D. Ruf

    Systemische Therapie psychischer Störungen. Patient und Familie im Fokus

    Während die klassische Psychiatrie auf Defizite fokussiert, können psychiatrische Störungen aus systemischer Sicht als Lösungsversuch der Betroffenen für Probleme in ihrer Lebenssituation gesehen werden, auch wenn sie mit Leiden verbunden sind. Angehörige werden durch die Symptome mit belastet. Um bessere Lösungen für alle zu erreichen, wird in der systemischen Einzeltherapie auf das Wechselspiel mit dem Umfeld besonders fokussiert, in der Familientherapie werden Angehörige direkt einbezogen.

  • 10.45 – 11.15

    Pause

  • 11.15 – 12.00

    Prof. Dr. Ulrike Willutzki

    Ressourcenaktivierung in der Psychotherapie

    Psychische Belastungen gehen in der Regel mit ausgeprägten negativen Affekten einher, die es Betroffenen und ihren Angehörigen erschweren ihre trotzdem vorhandenen Möglichkeiten und Stärken wahrzunehmen und zu thematisieren. Gerade im systemischen Kontext  steht daher seit längerem die feinfühlige und geduldige Aktivierung und Förderung von Ressourcen im Fokus. Auf Grundlage einer kurzen Begriffsklärung wird das Verhältnis von personalen und sozialen Ressourcen thematisiert. Vor diesem Hintergrund werden einerseits Ansätze zur Förderung personaler Ressourcen betrachtet, und dabei neben systemischen und kognitiv-behavioralen Modellen Interventionen aus der sogenannten positiven Psychologie vorgestellt. Andererseits werden Grundvoraussetzungen und Ansatzpunkte zur Förderung sozialer Ressourcen thematisiert, mit denen jenseits der häufig erschöpften und verstrickten Beziehungen im Netzwerk von PatientInnen positive Bindungen und Unterstützung aufgedeckt und wieder erfahrbar gemacht werden können.

  • 12.00 – 12.30

    Podiumsdiskussion

    Leitung Prof. Dr. med. Thomas Reisch
  • 12.30 – 14.00

    Lunch im PZM

  • 14.00 – 15.30

    Workshopblock III

    Workshop 13

    Dr. med. Gerhard D. Ruf

    Systemische Therapie der bipolaren affektiven Störung

     

    Workshop 14

    Prof. Dr. Ulrike Willutzki

    Entwicklung des persönlichen Resilienzmodells – Ein Therapiemodul zur Aktivierung von Patientenressourcen

     

    Workshop 15

    fällt aus

     

    Workshop 16

    fällt aus

     

    Workshop 17

    Dr. phil. Patrick Jeger

    Emotionsfokussierte Therapie – das Verbindende der Emotion

     

    Workshop 18

    fällt aus

     

    mehr dazu

  • 15.30 – 16.00

    Pause

  • 16.00 – 17.30

    Workshopblock IV

    Workshop 19

    Dr. med. Jürg Liechti

    Problemsysteme als Ressource

     

    Workshop 20

    Markus Grindat

    Das behandelnde Team im Umfeld von stationär Betreuten: Systemische Gedanken zum interdisziplinären Team

     

    Workshop 21

    Dr. med. Julia Fritzsche und Jeannine Keist

    Zusammenarbeit mit Angehörigen in der Gemeindeintegrierten Akutbehandlung (GiA)


    Workshop 22

    med. pract. Jens Stellbrink-Beckmann und Dr. med. Barbara Blickle

    “Partizipation in der Psychiatrie – Trialog als Utopie?“

     

    Workshop 23

    Prof. Dr. med. Thomas Reisch

    Suizid und Suizidprävention mit besonderer Berücksichtigung der systemischen Aspekte

     

    Workshop 24

    Lic. phil. Nadine Plaschy, Pierre-Yves Mayor

    Der Kampf der Eltern gegen die Anorexie oder wie gewinnen wir unsere Tochter zurück - Elternarbeit im stationären Setting bei stark untergewichtigen Anorexiepatientinnen

     

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Moderation

Karin Gfeller Grehl und Marcel Meier, Geschäftsleitung ZSB

Credits

pro Kongresstag werden 6 Credits (SGPP & SGKJPP) zertifiziert

Flyer mit Programmübersicht zum Download

 

Programmänderungen vorbehalten