Workshopblock II

  • Workshop 7

    Psychische Krise und Partnerschaft - Differentielle Indikation paartherapeutischer Methoden

    Referentin

    Dr. rer. nat. Ulrike Borst

     

    Zusammenfassung

    Zunächst an Fallbeispielen der Referentin, später möglichst an Hand von Beispielen der TeilnehmerInnen wird gezeigt, diskutiert und erarbeitet, welche paartherapeutischen Methoden bei welchen (psychopathologischen, paardynamischen, familiären) Konstellationen angezeigt sind, was vermutete Wirkmechanismen sind und wie der Transfer von der Therapie in den Alltag von Paaren verbessert werden könnte.

     

    Literatur

    P. Fraenkel (2011). Die Therapeutische Palette. Ein Leitfaden für die Methodenauswahl in der integrativen Paartherapie. Familiendynamik 36, 52-69

  • Workshop 8

    Mutterseelenallein? - Die Behandlung einer postpartalen Depression im systemischen Kontext.

    Referentinnen

    Dr.med. Bernadette Stucky-Perren, med.pract. Josette Huber, Frau Claudia Adams

     

    Zusammenfassung

    Unser Leben ist gekennzeichnet von Übergängen, die kontinuierliche Adaptations- und Reorganisationsprozesse erfordern. In der Lebenszyklusforschung spricht man von „kritischen Lebensübergängen“. Diese gehen mit einer erhöhten Vulnerabilität einher.   Rund um Schwangerschaft und Geburt sind Depressionen die häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. 10-15% % der Frauen aber auch 10%  Männer sind davon betroffen.   Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass die frühen Bindungserfahrungen in der Dyade konstitutiv für die spätere Identitätsentwicklung und Beziehungsfähigkeit des Kindes sind. Deshalb ist die rechtzeitige Erkennung und Behandlung dieser depressiven Störungen auch für die Entwicklung des Kindes wesentlich.   Was kann ein systemtherapeutischer Zugang in der Behandlung der postpartalen Depression bieten? Welche Veränderungen, Umstellungen und Herausforderungen mit der Geburt eines Kindes für Eltern, Partner, Geschwister und  Herkunftsfamilien erwachsen, welche Ressourcen mobilisierbar sind und was wir dabei von den Pinguinen lernen können, wird in diesem Workshop in Theorie und praktisch an einem Fallbeispiel aufgezeigt.

  • Workshop 9

    "Wenn es uns braucht, kommen wir" Über Sinn und Unsinn von Angehörigen in der Psychotherapie

    Referent

    Lic. phil. Martin Rufer

     

    Zusammenfassung

    Kaum jemand beantwortet heute die Frage, ob denn auch Angehörige in die Therapie einbezogen werden, mit „Nein“. Was allerdings unter diesem „Einbezug“ genau zu verstehen ist, vielmehr noch aber, wann und wie ein solcher Sinn macht und wer unter welchen Bedingungen dies entscheidet, darüber sollen in diesem WS einige prinzipielle Überlegungen und Einblicke in meine 30jährige ambulante Praxistätigkeit als Psychologe und Psychotherapeut zur Diskussion gestellt werden. Dabei orientiere ich mich nicht an einem Verständnis systemischer Therapie, die sich nicht einfach als Arbeit im Mehrpersonensetting versteht, sondern an einer systemischen (Meta-)Theorie für Veränderungsprozesse, aus der sich übergeordnete Prinzipien als Heuristiken für die Fallkonzeption und die Gestaltung therapeutischer Prozesse ableiten lassen. Mit Bezug zu den internalen und interpersonellen Wechselwirkungen bei psychischen Störungen/Belastungen gilt es im Einzelfall (idiographisch) zu klären, welches das relevante Therapiesystem ist und welches Know how es denn braucht, um in diesem im Interesse des Patienten zu handeln. Es soll aufgezeigt und diskutiert werden, wann denn im Sinne einer adaptiven Indikation eine „partner- oder familienassoziierte Therapie“ Sinn macht, bzw. eher sinnlos oder gar kontraindiziert ist. Dabei sind die Wirkfaktoren, wie ich an Therapieverläufen mit Videoausschnitten zu zeigen versuche, weniger von der psychischen Störung und der klinischen Diagnostik als von Klienten- und Therapeutenvariablen abhängig. Gewünscht wird zudem das Einbringen eigener Fälle aus dem eignen Psychiatrie- und Psychotherapiealltag und der damit verbundenen Dilemmata, Ambivalenzen und Zweifel im Vorgehen.

     

    Literatur

    Rufer, M. (2012) "Erfasse komplex, handle einfach". Systemische Psychotherapie als Praxis der Selbstorganisation – ein Lernbuch. Vandenhoeck und Ruprecht (2013, 2.Aufl.)

    Rufer, M. (2013): “Wenn es mich braucht, komme ich sonst nicht.“ Perspektiven einer systemisch orientierten Psychotherapie mit Vätern In: Walter H &..Hierdeis W. (Hrsg). Väter in der Psychotherapie. Stuttgart: Schattauer (2013)

    Rufer, M. (2015): "Zur Relevanz von nahen Beziehungen im psychotherapeutischen Prozess" In:. Sammet I, Dammann G, Schiepek G, (Hrsg). Der psychotherapeutische Prozess. Forschung für die Praxis. Stuttgart: Kohlhammer (2015)

  • Workshop 10

    Systemische Therapie bei Alkoholproblemen

    Referent

    med. pract. Oliver Grehl

     

    Zusammenfassung

    Die Therapie von Menschen mit Alkoholproblemen stellt für PsychotherapeutInnen eine besondere Herausforderung dar. Dies auch deswegen, weil TherapeutInnen häufig noch nach dem Abstinenzparadigma handeln und weil nahezu ebenso häufig die Betroffenen die Abstinenz gar nicht als ihr Therapieziel sehen. Hinzu kommt der Einbezug der Angehörigen, die häufig verunsichert, verstrickt und mit der Gesamtsituation überfordert sind. Dabei stehen uns therapeutisch heutzutage immer mehr Optionen zur Wahl: Sicherlich die Abstinenz, aber auch das Kontrollierte Trinken und das Konzept der (medikamentös unterstützten) Trinkmengenreduktion. Hier will der Workshop ansetzen: Wissen und Können über die diversen Behandlungsoptionen vermitteln, untereinander diskutieren und sich austauschen über therapeutische Interventionen.

  • Workshop 11

    fällt aus
  • Workshop 12

    Einführung in die Acceptance und Committment Therapy (ACT)

    Referentin

    lic. phil. Isabell Schumann

     

    Zusammenfassung

    Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie ACT ist eine moderne Form der Verhaltenstherapie. Ziel dieses Ansatzes ist eine Verbesserung der psychischen Flexibilität, also die Entwicklung der Fähigkeit, in einer gegebenen Situation den eigenen Werten entsprechend zu handeln und die situationsbedingt auftretenden Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und zu akzeptieren. Es geht also nicht um die Elimination belastender Gefühle und Gedanken, sondern darum, deren destruktive Macht aufzulösen. In der ACT wird überwiegend mit Metaphern, natürlichen Paradoxien, erlebnisorientierten Übungen und intensiver Beziehungsgestaltung gearbeitet. Alle Interventionen zielen darauf ab, die PatientInnen dazu zu befähigen, − sich ihren emotionalen Regungen gegenüber zu öffnen und sie so anzunehmen, wie sie sind − sich aus der Verstrickung mit den eigenen Gedanken zu lösen − im gegenwärtigen Moment präsent zu sein − sich von konstruierten Bildern von sich selbst zu befreien − sich mehr Klarheit darüber zu verschaffen, was für das eigene Leben wirklich wichtig ist − sich durch engagiertes Handeln auf diese Werte hin auszurichten. In diesem Workshop soll den Teilnehmenden ein Einblick in die Techniken der ACT gegeben werden. Konkrete Interventionsmöglichkeiten werden vorgestellt.